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München Haus kaufen (2)

Wer in München Wohnung kaufen will, findet hier die konkreten Schritte, Kosten und typischen Fehler von der Finanzierung bis zum Notartermin.

Sabine Neumann 4 Min. Lesezeit

München Haus kaufen (2)

Wer in München Wohnung kaufen will, sollte den Ablauf kennen, bevor die erste Besichtigung stattfindet: Finanzierungszusage, Prüfung der Unterlagen, Reservierung, Notartermin, Grundbucheintrag. Wer diese Reihenfolge nicht einhält, verliert in München regelmäßig begehrte Objekte an schnellere Interessenten oder unterschätzt die Kaufnebenkosten. Dieser Beitrag geht die einzelnen Schritte konkret durch, inklusive der Frage, wann sich ein Haus bei München statt einer Wohnung in der Stadt lohnt.

Vom ersten Kontakt bis zum Notartermin: der Ablauf beim Wohnungskauf

Bevor Sie in München eine Wohnung kaufen, brauchen Sie eine belastbare Finanzierungsbestätigung Ihrer Bank – nicht nur eine grobe Schätzung. Makler und Verkäufer verlangen diese oft schon vor der Zweitbesichtigung, weil auf ein Angebot in München üblicherweise mehrere ernsthafte Interessenten kommen.

Nach einer erfolgreichen Besichtigung folgt meist eine mündliche Reservierung, die aber rechtlich nicht bindet. Erst der notarielle Kaufvertrag ist verbindlich. Zwischen Reservierung und Notartermin liegen üblicherweise zwei bis vier Wochen, in denen Sie:

  • den Kaufvertragsentwurf des Notars prüfen (idealerweise mit einem Anwalt oder erfahrenen Berater)
  • die Finanzierung final mit der Bank abstimmen
  • bei Eigentumswohnungen die Protokolle der letzten Eigentümerversammlungen und die Teilungserklärung einsehen

Ein häufiger Fehler: Käufer unterschreiben den Kaufvertrag, ohne die Teilungserklärung gelesen zu haben, und wundern sich später über Sondernutzungsrechte oder anstehende Sanierungsbeschlüsse der Eigentümergemeinschaft.

Welche Kosten kommen beim Kauf in München zusätzlich hinzu?

Wer eine Wohnung in München kauft, zahlt neben dem Kaufpreis Nebenkosten, die sich meist zwischen sechs und knapp acht Prozent des Kaufpreises bewegen. Dazu zählen die Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten sowie gegebenenfalls eine Maklerprovision. Die genauen Sätze schwanken je nach Bundesland und Zeitpunkt, daher lohnt sich vor der Finanzierungsplanung ein aktueller Blick auf die geltenden Steuersätze und Gebührenordnungen.

Bei einer Eigentumswohnung kommen laufende Kosten hinzu, die viele Erstkäufer unterschätzen: Hausgeld für Instandhaltungsrücklage, Verwaltung und Gemeinschaftsflächen. Ein niedriges Hausgeld ist nicht automatisch positiv – oft bedeutet es eine zu geringe Rücklage, die bei der nächsten Fassaden- oder Dachsanierung durch eine Sonderumlage ausgeglichen werden muss.

Praktisch bedeutet das: Kalkulieren Sie die monatliche Belastung nicht nur mit Zins und Tilgung, sondern addieren Sie das Hausgeld und einen Puffer für mögliche Sonderumlagen. Banken prüfen bei der Finanzierung ohnehin die Gesamtbelastung, doch für die eigene Haushaltsrechnung sollten Sie großzügiger rechnen als der Kreditgeber.

Checkliste: Welche Unterlagen vor dem Kauf geprüft werden sollten

Ein strukturierter Blick in die Unterlagen verhindert die teuersten Überraschungen nach dem Notartermin. Vor der Unterschrift sollten mindestens diese Punkte geklärt sein:

  • aktueller Grundbuchauszug, um Belastungen wie Grundschulden oder Wegerechte zu erkennen
  • Energieausweis und, bei Altbauten, Hinweise auf anstehende Modernisierungspflichten
  • bei Eigentumswohnungen: Teilungserklärung, Protokolle der Eigentümerversammlungen der letzten drei Jahre, Höhe der Instandhaltungsrücklage
  • bei vermieteten Wohnungen: bestehende Mietverträge, da der Käufer nach dem Grundsatz „Kauf bricht nicht Miete“ in den Vertrag eintritt

Gerade beim Erwerb einer vermieteten Wohnung in München sollten Sie prüfen, ob Sie mittelfristig selbst einziehen möchten – der Eigenbedarf muss dann rechtssicher begründet und angemeldet werden, was Zeit und formale Sorgfalt erfordert.

Haus bei München kaufen statt Wohnung in der Stadt: wann sich die Alternative lohnt

Wer sich eine Wohnung in München preislich kaum leisten kann, prüft häufig, ob sich stattdessen ein Haus bei München kaufen lässt. In Gemeinden im Umland – etwa entlang der S-Bahn-Linien – liegen die Quadratmeterpreise oft spürbar unter dem Stadtniveau, während die Fahrzeit zur Innenstadt überschaubar bleibt.

Der Vorteil liegt meist in mehr Fläche, einem eigenen Grundstück und dem Wegfall der Wohnungseigentümergemeinschaft samt Hausgeld. Der Ausgleich dafür sind längere Pendelwege, eine geringere Dichte an Infrastruktur und oft eine eigene Instandhaltungspflicht für Dach, Heizung und Garten, die bei einer Eigentumswohnung anteilig auf die Gemeinschaft verteilt wäre.

Wer ein Haus bei München kaufen möchte, sollte zusätzlich die Anbindung im Berufsverkehr real testen statt sich nur auf die reine Kilometerangabe zu verlassen, und die kommunale Entwicklungsplanung der Gemeinde prüfen – etwa geplante Neubaugebiete, die spätere Wiederverkaufswerte beeinflussen können. In beiden Fällen, ob Wohnung in der Stadt oder Haus im Umland, gilt derselbe Grundsatz: Die Finanzierungszusage muss vor der Zusage an den Verkäufer stehen, nicht danach.

Fazit

Der Kauf einer Wohnung in München gelingt am ehesten, wenn Finanzierung, Unterlagenprüfung und Nebenkosten von Anfang an mitgeplant werden, statt sie erst nach der Reservierung zu klären. Wer preislich flexibler bleiben will, findet mit einem Haus im Umland eine ernstzunehmende Alternative, muss dafür aber Pendelzeit und Eigenverantwortung für die Immobilie einkalkulieren. In beiden Fällen lohnt sich vor der Unterschrift eine unabhängige rechtliche und finanzielle Beratung, die auf die individuelle Situation eingeht.

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