immanto.de

Immobilien kaufen

Immobilienscout24 Haus kaufen: So geht's

Immobilienscout24 Haus kaufen: mit starkem Profil, schnellem Handeln und geprüften Unterlagen sicherst du dir Besichtigung, Zuschlag und Notartermin.

Thorsten Krause 5 Min. Lesezeit

Immobilienscout24 Haus kaufen: So geht's

Wer über Immobilienscout24 Haus kaufen möchte, braucht mehr als ein gutes Auge für schöne Fotos: Erfolg hängt davon ab, wie schnell man reagiert, welche Unterlagen bereitliegen und wie kritisch man ein Exposé liest. Anders als eine allgemeine Einführung ins Portal geht es hier ausschließlich um den konkreten Ablauf beim Kauf – vom ersten Suchfilter bis zur Unterschrift beim Notar – samt den Kosten und Stolperfallen, die dabei typischerweise auftreten.

Profil und Suchagent bei Immobilienscout24 richtig einrichten

Der erste Schritt beim Haus kaufen bei Immobilienscout24 ist keine Immobiliensuche, sondern das eigene Profil. Verkäufer und Makler filtern Anfragen häufig danach, wie seriös ein Interessent wirkt: vollständiger Name, echte Telefonnummer und eine kurze, klare Nachricht erhöhen die Chance auf eine Antwort deutlich stärker als anonyme Massenanfragen.

Direkt danach lohnt sich ein präzise eingerichteter Suchagent. Dafür sollten folgende Kriterien realistisch statt zu eng gewählt werden:

  • Preisspanne mit etwas Puffer nach oben, da Verhandlungsspielraum selten linear ist
  • Wohn- und Grundstücksfläche als Richtwert, nicht als starre Grenze
  • Lage über mehrere Postleitzahlen oder Stadtteile statt nur eine einzelne Adresse
  • Baujahr und Objektzustand, falls energetische Sanierung eine Rolle spielt

Push-Benachrichtigungen sollten aktiviert sein, denn attraktive Häuser sind in gefragten Lagen oft binnen weniger Stunden reserviert. Wer erst am nächsten Tag reagiert, kommt häufig zu spät zur ersten Besichtigungsrunde. Ein häufiger Fehler ist ein zu breit gefasster Suchagent mit mehrmals täglich neuen Treffern – das führt zu Informationsmüdigkeit, wodurch wirklich passende Angebote untergehen.

Angebote finden und Exposés kritisch lesen

Bei der Suche auf immobilienscout24.de Haus kaufen hilft der Wechsel zwischen Karten- und Listenansicht: Die Kartenansicht zeigt Lagequalität und Infrastruktur, die Liste lässt sich nach „neueste zuerst“ sortieren, was bei begehrten Objekten entscheidend sein kann. Wer zusätzlich manuell nach neuen Inseraten sucht statt sich nur auf den Suchagenten zu verlassen, verschafft sich einen zeitlichen Vorsprung.

Ein Exposé sollte nie nur nach Fotos beurteilt werden. Folgende Angaben verdienen besondere Aufmerksamkeit:

  • Energieausweis: Pflichtangabe, fehlt er oder ist er unklar formuliert, ist Nachfragen sinnvoll
  • Wohnflächenberechnung: Wird der Keller, ein Wintergarten oder ein Dachboden mitgerechnet, verzerrt das den tatsächlichen nutzbaren Wohnraum
  • Baujahr und dokumentierte Modernisierungen, etwa an Dach, Heizung oder Fenstern
  • Grundstücksgröße und Erschließungszustand bei Häusern mit Garten oder Nebengebäuden

Warnsignale sind ein Preis deutlich unter dem, was vergleichbare Objekte in der Umgebung kosten, fehlende Grundrisszeichnungen oder auffällig vage Formulierungen bei zentralen Kennzahlen. In solchen Fällen lohnt sich vor der ersten Nachricht ein Blick auf vergleichbare Angebote in derselben Lage, um den Preis realistisch einordnen zu können.

Besichtigungstermin sichern: Welche Unterlagen jetzt zählen

Wer eine Antwort auf seine Anfrage erhält, sollte bereits vorbereitet sein – viele Makler verlangen vor der Terminvergabe eine kurze Selbstauskunft oder zumindest eine grobe Einschätzung der Finanzierungssituation. Folgende Unterlagen sollten möglichst vorab bereitliegen:

  • Eine aktuelle Schufa-Auskunft oder ein vergleichbarer Bonitätsnachweis
  • Eine Finanzierungsvorabbestätigung der Bank, die grob den möglichen Kreditrahmen bestätigt
  • Nachweise über Eigenkapital, etwa Kontoauszüge oder Depotübersichten
  • Bei Selbstständigen: aktuelle Einkommensteuerbescheide der letzten zwei bis drei Jahre

Ohne diese Vorbereitung kommt es häufig vor, dass Interessenten zwar besichtigen dürfen, bei der eigentlichen Kaufentscheidung aber zu langsam sind, weil die Finanzierung erst danach angefragt wird. Verkäufer entscheiden sich in solchen Fällen oft für Käufer, die bereits belastbare Zusagen vorweisen können.

Bei der Besichtigung selbst hilft eine Checkliste, um unter Zeitdruck nichts zu übersehen: Feuchtigkeitsspuren im Keller, Zustand von Dach und Fassade, Alter der Heizungsanlage, Geräuschkulisse zu unterschiedlichen Tageszeiten und die tatsächliche Nachbarschaft abseits der Verkaufsunterlagen. Ein zweiter, unangekündigter Besuch der Straße zu anderer Uhrzeit deckt oft Dinge auf, die im Exposé naturgemäß fehlen.

Vom Kaufangebot zum Notartermin: Ablauf und Kosten

Ist die Entscheidung gefallen, folgt ein schriftliches Kaufangebot. Manche Makler verlangen an dieser Stelle eine Reservierungsvereinbarung gegen Gebühr – solche Vereinbarungen sind rechtlich häufig umstritten und sollten nur unterschrieben werden, wenn eine Rückerstattung klar geregelt ist. Grundsätzlich gilt: Verbindlich wird ein Immobilienkauf erst mit notarieller Beurkundung, nicht durch eine mündliche Zusage oder eine Anzahlung.

Nach der Einigung erstellt der Notar den Kaufvertragsentwurf, der beiden Parteien rechtzeitig vor dem Termin vorliegen sollte, damit noch Rückfragen möglich sind. Wer unsicher ist, lässt den Entwurf zusätzlich von einem Rechtsanwalt oder der Verbraucherzentrale prüfen.

Neben dem Kaufpreis fallen weitere Kosten an, deren Höhe je nach Bundesland und Vertragsdetails variiert und vorab bei Notar, Bank oder Steuerberater verifiziert werden sollte:

KostenpunktUngefährer Rahmen
Grunderwerbsteuerje nach Bundesland unterschiedlich, meist mehrere Prozent des Kaufpreises
Notar- und Grundbuchkostenrund 1,5–2 % des Kaufpreises
Maklerprovisionhäufig hälftig zwischen Käufer und Verkäufer geteilt, sofern ein Makler beteiligt ist

Nach der Beurkundung meldet der Notar die Fälligkeit des Kaufpreises, sobald alle Voraussetzungen wie die Löschung bestehender Grundschulden geklärt sind. Erst danach erfolgt die Zahlung, anschließend die Umschreibung im Grundbuch. Ein häufiger Fehler an dieser Stelle: Käufer unterschreiben den Notartermin, obwohl die Finanzierung noch nicht endgültig zugesagt ist – gerät die Bankzusage danach ins Stocken, drohen vertragliche Fristen und im schlimmsten Fall Schadensersatzforderungen des Verkäufers.

Unterschied zur Miete: Was bei „Wohnung mieten“ über Immoscout anders läuft

Wer parallel noch unentschlossen zwischen Kauf und Miete ist, findet auf derselben Plattform auch die Möglichkeit, eine Wohnung mieten über Immoscout anzugehen – der Ablauf unterscheidet sich dabei deutlich vom Hauskauf. Statt eines Notarvertrags steht am Ende ein Mietvertrag, statt Grunderwerbsteuer und Kaufpreis stehen Kaution und Kaltmiete im Mittelpunkt.

Auch bei Immoscout24 Wohnung mieten ist Schnelligkeit entscheidend, allerdings mit anderen Nachweisen: Vermieter verlangen meist ein Nettoeinkommen, das die Kaltmiete um ein Vielfaches übersteigt, dazu eine Schufa-Auskunft und häufig eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung des vorherigen Vermieters. Eine Finanzierungsbestätigung wie beim Kauf entfällt komplett.

Für Kaufinteressenten ist dieser Unterschied vor allem deshalb relevant, weil sich die Konkurrenzsituation ähnelt: Auch bei gefragten Mietwohnungen entscheiden Vermieter oft nach demselben Prinzip wie Verkäufer beim Hauskauf – wer vollständige Unterlagen sofort liefern kann, hat einen klaren Vorteil gegenüber Interessenten, die erst nachreichen müssen. Wer sich also unsicher ist, ob Kauf oder Miete die richtige Entscheidung ist, sollte für beide Wege dieselbe Sorgfalt bei der Vorbereitung der Unterlagen einplanen.

Fazit

Wer erfolgreich ein Haus über die Plattform finden will, gewinnt vor allem durch Vorbereitung: ein vollständiges Profil, ein sinnvoll eingestellter Suchagent, eine kritische Prüfung jedes Exposés und griffbereite Finanzierungsunterlagen entscheiden häufiger über den Zuschlag als der perfekte Zeitpunkt der Anfrage. Rechtliche und finanzielle Details des Kaufvertrags sollten dennoch immer von Notar, Bank oder einer unabhängigen Beratung geprüft werden, da sich Kosten und Vorschriften je nach Region und Objekt unterscheiden können.

Zurück zu Immobilien kaufen